Tim Cook Warns of “Once-in-a-Century” Memory Price Surge for Apple
Apple bereitet sich laut eigenen Aussagen auf steigende Kosten im Speicher-Markt vor. Während das Unternehmen im aktuellen Quartal erneut sehr hohe Umsätze und Gewinne gemeldet hat, fielen die Aussagen in der jüngsten Telefonkonferenz zu den Speicherpreisen deutlich härter aus: Der scheidende CEO Tim Cook sprach von einer „hundertjährigen Flut“ und deutete an, dass das Unternehmen auf die Entwicklung mit weiteren Preisanpassungen reagieren könnte.
Quartalszahlen, Ausblick und was sich für Apple-Kunden ändern könnte
| Zeitraum / Thema | Angabe |
|---|---|
| Drittes Quartal (Gewinn) | 29,8 Milliarden US-Dollar |
| Drittes Quartal (Umsatz) | 109,3 Milliarden US-Dollar (plus 16% im Jahresvergleich) |
| Ausblick fürs laufende Quartal | Weiteres Umsatzwachstum erwartet, aber mehr Gegenwind wegen schwieriger Bauteilversorgung |
| Prognose für das vierte Quartal | Keine konkrete Prognose; Aktie nachbörslich bis zu 8% im Minus |
Cook erklärte, Apple halte „alle Optionen offen“, nachdem die Speicherpreise offenbar stärker und schneller steigen als in den Jahren zuvor. Er verwies dabei auf eine Phase, in der Apple über mehr als ein Jahrzehnt hinweg nur wenige Cents pro Gigabyte für Speicher gezahlt habe. Die aktuelle Preisentwicklung soll sich demnach auch fortsetzen – und damit erhöhten Einfluss auf die Kostenstruktur haben.
Gleichzeitig übte Cook erneut deutliche Kritik an den großen Speicheranbietern Micron, SK Hynix und Samsung. Dabei ging es nicht nur um die Preisgestaltung, sondern um den Wunsch, dass es „mehr Firmen“ geben solle – ein Hinweis darauf, dass Apple die Marktmacht der aktuellen Hersteller als Treiber der Kostenanstiege sieht.
In den vergangenen Wochen tauchte Apple erneut im Zusammenhang mit CXMT auf, dem größten Speicherhersteller Chinas. Allerdings sei auch dort das Preisniveau mittlerweile alles andere als günstig. Nach dem überaus erfolgreichen Börsengang in dieser Woche dürfte sich daran kurzfristig wenig ändern.
Der Kernpunkt aus Apples Perspektive: Während heute hohe Speicherpreise für alle Beteiligten spürbar sind, profitierte Apple laut Einschätzung deutlich stärker von früheren Rahmenbedingungen. Rückblickend habe das Unternehmen über mehr als ein Jahrzehnt mit Speicher eine Marge von über 90 Prozent erzielt – mehr als die Speicherhersteller selbst. Diese Einordnung wurde zuletzt auch von Analysten aufgegriffen.
Starke Zahlen trotz Rückenwind – Lieferlage bremst den Ausblick
Trotz der Sorgen rund um Speicher und Komponenten zeigte Apple im dritten Quartal eine klare Wachstumsdynamik. Der Gewinn lag bei 29,8 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz auf 109,3 Milliarden US-Dollar stieg. Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch iPhone (+22% im Jahresvergleich), Mac (+29%) und Services (+12%). Die iPad-Sparte verzeichnete hingegen einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Für das laufende Quartal erwartet Apple erneut Umsatzwachstum. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit spürbarerem Gegenwind, weil die Versorgungslage bei Bauteilen als schwierig eingeschätzt wird. Das soll sich auf iPhone und Mac auswirken. Eine konkrete Prognose für das vierte Quartal wollte Apple deshalb nicht geben – was die Börse offenbar nicht überzeugte: Die Aktie fiel nach Börsenschluss zeitweise um bis zu 8 Prozent.
