Mark Darrah Reveals How Lucasfilm Script Rules Shaped KOTOR Text Choices

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Mark Darrah, der unter anderem an Star-Wars- und Lizenzprojekten bei BioWare mitgearbeitet hat, beschreibt in einem FRVR-Podcast, wie eng die Abstimmung zwischen Entwicklerstudios und Rechteinhabern bei großen IPs in der Praxis ausfällt. Besonders prägnant wird die Reibung am Beispiel von „Knights of the Old Republic“ (KOTOR), wo eine scheinbar kleine Textfrage am Ende einen ganzen Recherche-Tag auslöste.

Darrah erinnert sich an einen Kommentar, der angeblich von Lucasfilm zur Sprache im Spiel kam: „Star Wars“-Figuren dürften demnach das Wort „damn“ in keiner Form verwenden. Ein Autor aus dem KOTOR-Team habe daraufhin reagiert, indem er einen Arbeitstag damit verbracht habe, die Filme durchzugehen und alle Stellen zu markieren, an denen eine Figur tatsächlich „damn“ sagt. Darrah betont, dass er sich daran noch genau als Gesprächsinhalt erinnert.

Nach seiner Darstellung war das kein Einzelfall. Bei jedem Lizenzprojekt habe sich die Zusammenarbeit ähnlich angefühlt, häufig mit einer einzelnen Person, die aufseiten des Rechteinhabers die entscheidende Zuständigkeit hatte. Als besonders schwierig beschreibt Darrah die Situation bei Sega, weil dort diese klare Verantwortlichkeit gefehlt habe.

Warum „damn“ in der Star-Wars-Umsetzung zum Problem wurde

Dass „Star Wars“ Kraftausdrücke weitgehend vermeidet, ist laut Darrah und dem Kontext rund um die Franchise schon lange ein erkennbares Muster. In „Die dunkle Bedrohung“ habe George Lucas demnach Kraftausdrücke durch eigene Beleidigungen ersetzt, etwa durch „poodoo“. Auch neuere Produktionen setzen offenbar stärker auf Ausweichbegriffe wie „dank farrik“, also auf künstlich geschaffene Ersatzwörter, um echte Kraftausdrücke zu umgehen.

Darrah vermutet, dass Lucas damals versucht habe, Kraftausdrücke nachträglich aus dem gesamten Universum zu entfernen. In diesem Bild sei KOTOR so etwas wie ein erster Testfall gewesen. Am Ende habe das Spiel den Großteil der „damns“ entfernt, weil der Rechteinhaber bei solchen Fragen „immer gewinnt“.

Ob die Beschwerde tatsächlich direkt von Lucas selbst stammte, bleibt laut Darrah bis heute ungeklärt; eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht. Für ihn zeigt die Anekdote aber vor allem, wie stark IP-Treue in Lizenzprojekten von den Vorgaben der Rechteinhaber abhängt – und weniger davon, was Entwickler oder Fans erwarten würden.

Während das angekündigte Remake weiterhin auf sich warten lässt, kündigt sich bereits ein weiteres Projekt im gleichen zeitlichen Umfeld an: „Star Wars: Fate of the Old Republic“. Studio Arcanaut, an dem laut Darrah Casey Hudson beteiligt ist, verspricht dabei ein eigenständiges Rollenspiel statt einer direkten Fortsetzung.