Disney Teases Free FAST Channels Streaming, No Subscription Required
Disney arbeitet offenbar an einem Streaming-Angebot ohne Abo-Pflicht: Auf einer Investorenveranstaltung hat der Medienkonzern ernsthaft über sogenannte „FAST Channels“ gesprochen – ein werbefinanziertes Modell, das an klassisches TV erinnert und kostenloses, zeitlich fest geplantes Streaming in Echtzeit ermöglichen soll.
Was Disney unter „FAST Channels“ versteht
„FAST“ steht für Free Ad-supported Streaming Television. Im Kern handelt es sich dabei um digitale TV-ähnliche Streams, die ohne Bezahlung funktionieren, aber durch Werbung finanziert werden. Statt einzelne Sendungen auf Abruf zu stellen, wird ein Programm vorab festgelegt und dann rund um die Uhr (pro Tag 24 Stunden) in Echtzeit gestreamt.
Warum Disney das Thema aufgreift
Disney-CEO Josh D’Amaro machte auf der Investorenkonferenz klar, dass es derzeit noch keine konkreten Ankündigungen gebe. Gleichzeitig betonte er, dass FAST Channels „definitiv“ etwas seien, das Disney in Betracht ziehe.
Als Ziel nannte D’Amaro vor allem die Möglichkeit, die Reichweite auf ein preissensibleres Kundensegment auszudehnen. Außerdem geht es Disney darum, Wachstum über werbebasierte Geschäftsmodelle zu steigern. Ein kostenloses Angebot könnte zudem mittelfristig dabei helfen, die Zahl der Disney-Plus-Abonnenten zu erhöhen – allerdings soll ein solches Angebot in der nahen Zukunft noch nicht kommen.
Wie FAST Channels im Disney-Umfeld funktionieren könnten
Konkrete Programm- oder Kanalpläne wurden nicht offiziell bestätigt. In der Diskussion liegt jedoch die Idee nahe, FAST Channels stärker nach Zielgruppen zu strukturieren. Denkbar wäre demnach, dass Disney solche Kanäle zu verschiedenen Interessen ausrichtet und dabei überwiegend auf älteres Programm zurückgreift, das zugleich auch Werbung für aktuelle Inhalte auf Disney Plus enthalten könnte.
Wie groß das Modell bereits ist – und warum Netflix mitzieht
Das werbefinanzierte Streamingmodell gewinnt in den USA zunehmend an Bedeutung. Dort erreichen laut genannten Marktbeispielen die Anbieter Raku Channel und Tubi zusammen über fünf Prozent der Zuschauerzahlen. Zusätzlich zu Disney hat auch Netflix angekündigt, FAST Channels ebenfalls zu prüfen – je mehr große Streaminganbieter das Thema öffentlich adressieren, desto wahrscheinlicher wird, dass sich der Wettbewerb weiter intensiviert.
Was du aktuell erwarten kannst
- Disney prüft FAST Channels ernsthaft, aber plant derzeit noch keine sofortige Einführung.
- Es gibt noch keine konkreten Details zu Starttermin, Kanalanzahl oder Programmen.
- Das Modell wäre werbefinanziert und damit ohne Abo-Zwang angelegt.
