Spider-Man: Brand New Day Artbook Sparks Backlash Over AI-Generated Concept Art
Ein neues Stück offizieller Spider-Man-Kunst hat die Debatte um generative KI in großen Filmproduktionen erneut angefacht: In einem Concept-Art aus dem Artbook zu „Spider-Man: Brand New Day“ sollen Gebäude und Fahrzeuge so verzogen wirken, dass viele Fans den Einsatz von KI-gestützter Bildgenerierung vermuten. Besonders im Fokus steht dabei das Bild „Big City, Little Spider“ von Concept Artist Scott McInnes.
Release & Plattform-Überblick
| Projekt | Kontext der Kritik | Veröffentlichungs-/Zeitbezug | Plattform |
|---|---|---|---|
| Spider-Man: Brand New Day | Concept-Art im offiziellen Artbook | Artbook erschien wenige Wochen vor dem Kinostart | Film (Kino) |
| Secret Invasion | Teilweise KI-generiertes Intro | 2023 | Disney+ |
| Avengers: Doomsday | Keine Hinweise auf KI-Einsatz belegt, aber Tool-Kommentar | Aktuelle Aussagen der Regisseure | Film (kommend) |
Die Kritik entzündet sich an einem auffälligen Bild, das in einem offiziellen Artbook zu „Spider-Man: Brand New Day“ veröffentlicht wurde. Konkret fällt „Big City, Little Spider“ auf: Mehrere Gebäude wirken ungewöhnlich verzogen, und bei den Taxis sieht es so aus, als würden zwei Fahrzeuge, die eigentlich in entgegengesetzte Richtungen fahren sollten, stellenweise ineinander übergehen.
Wichtig ist: Bisher wurden laut den vorliegenden Hinweisen keine ähnlich gelagerten Auffälligkeiten in den übrigen Concept Arts aus demselben Artbook ausgemacht. „Big City, Little Spider“ scheint damit das einzige Bild zu sein, bei dem der Verdacht auf KI-Nutzung besonders deutlich wird.
Scott McInnes wird in dem Zusammenhang als Concept Artist eingeordnet, der bereits an zahlreichen großen Produktionen mitgewirkt hat. Genannt werden unter anderem „Morbius“, „The Fantastic Four: First Steps“, „Guardians of the Galaxy“, „Andor“, „Barbie“, „Wonka“ und „Gladiator 2“.
Warum die Debatte jetzt besonders laut ist
Die Diskussion bekommt zusätzlichen Schub, weil das kritisierte Artwork nicht nur intern verwendet worden sein soll, sondern in einem offiziellen Artbook gelandet ist, das mit einem Preis „für fast 50 US-Dollar“ beworben bzw. positioniert wurde. Genau diese Kombination aus offizieller Veröffentlichung und auffälligen Bilddetails macht den Fall für viele Fans besonders brisant.
Außerdem reiht sich die Debatte in frühere KI-Kontroversen rund um Marvel ein. Für „Secret Invasion“ auf Disney+ wurde 2023 ein Intro kritisiert, das teilweise als KI-generiert wahrgenommen wurde und damals deutlichen Gegenwind auslöste. Zusätzlich wurden erst vor wenigen Monaten Stellen im Bereich Visual Development abgebaut – betroffen waren unter anderem Concept Artists, Illustratoren und Designer. Ein Zusammenhang mit KI wurde von Marvel nicht bestätigt, die Vermutung kursierte dennoch in der Community.
Auch kommende Marvel-Projekte rücken in den Fokus
Die Diskussion betrifft inzwischen nicht nur bereits gestartete oder abgeschlossene Inhalte. Im Vorfeld von „Avengers: Doomsday“ haben die Regisseure Joe und Anthony Russo in einem Interview erklärt, KI grundsätzlich als mögliches Werkzeug in der Filmproduktion zu betrachten. Dabei betonen sie sinngemäß, dass KI zwar hilfreich sein kann, künstlerische Kontrolle aber stets beim Team liegen müsse.
Gleichzeitig gibt es bislang keine belastbaren Hinweise, dass generative KI tatsächlich bei „Avengers: Doomsday“ oder bei „Secret Wars“ eingesetzt wurde. Der Verdacht bleibt damit vorerst auf das konkrete, sichtbar kritisierte Kunstwerk in „Spider-Man: Brand New Day“ begrenzt.
Auch andere große Studios stehen im Zusammenhang mit KI-Concept-Art wiederholt unter Beobachtung. In einem Behind-the-Scenes-Video zu „Supergirl“ wurde etwa KI-generiertes Concept Art gezeigt, das Jason Momoa als Lobo darstellt und ebenfalls Kritik auslöste.
Ob das Artwork aus „Spider-Man: Brand New Day“ vollständig oder nur teilweise mit generativer KI entstanden ist, wurde bislang nicht offiziell bestätigt. Für viele Zuschauer reichen die sichtbaren Unregelmäßigkeiten jedoch aus, um die Debatte erneut anzustoßen – und damit auch die Frage, wie stark solche Prozesse bereits hinter den Kulissen eingesetzt werden.
