1666: Amsterdam Developer Admits Early AI Builds Landed in Prologue

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Ein Hinweis, der auf Steam eigentlich bei KI-generierten Inhalten Pflicht sein kann, fehlt derzeit bei 1666: Amsterdam. Stattdessen haben Spieler im spielbaren Prolog zahlreiche eindeutig erzeugte Grafikelemente entdeckt und reagierten mit deutlicher Kritik. Der Entwickler Panache Digital Games hat das Problem inzwischen eingeräumt: Es seien frühe KI-Versionen versehentlich in den Prolog gelangt, die später nicht weiter überarbeitet oder vollständig ersetzt worden seien.

Was Spieler im Prolog gefunden haben – und warum das Steam-Thema eskaliert

Der Streit entzündete sich daran, dass auf der Steam-Seite von 1666: Amsterdam kein entsprechender Hinweis zu KI-generierten Inhalten zu finden war. Gleichzeitig melden Spieler, im Prolog auf diverse KI-Assets gestoßen zu sein, darunter Porträts im Spiel sowie externe Marketing-Grafiken. Die Diskussion wurde damit nicht nur zu einer generellen KI-Debatte, sondern auch zu einer konkreten Frage nach Transparenz und Erwartungsmanagement gegenüber Käufern und Early-Access-Spielern.

  • Auf der Steam-Seite fehlte ein Hinweis auf KI-generierte Inhalte.
  • Im spielbaren Prolog entdeckten Spieler KI-ähnliche bzw. eindeutig generierte Assets.
  • Betroffen waren sowohl Ingame-Porträts als auch Marketing-Elemente.
  • Die Community reagierte breit und teils empört – das Thema wurde in mehreren Foren intensiv diskutiert.

Entschuldigung und Plan: KI-Elemente sollen nicht im finalen Spiel landen

Nachdem die Kritik online stark aufgekocht war, meldete sich der Entwickler in einem Statement auf X. Laut Panache Digital Games handelt es sich um einen Fehler: Bestimmte frühe Fassungen der betreffenden Assets seien tatsächlich in den Prolog gelangt. Der Grund sei gewesen, dass die Elemente nicht wie geplant überarbeitet oder komplett ausgetauscht wurden.

Das Studio kündigte an, die betroffenen Grafiken derzeit intensiv zu überprüfen. Außerdem sollen menschlich erstellte Versionen in einem „bald erscheinenden Update“ veröffentlicht werden. Damit stellt der Entwickler klar, dass KI-Inhalte so nicht im Early Access oder im fertigen Spiel verbleiben sollen.

Das Statement erreichte zudem sehr hohe Reichweite: Es wurde fast 2 Millionen Mal angezeigt und rund 400 Mal kommentiert. In den Reaktionen überwogen kritische Stimmen, wobei viele die Entschuldigung als nicht ausreichend empfanden oder die generelle Rechtfertigung angriffen. In der Debatte wurden unter anderem Vorwürfe laut, dass ein „Team aus erfahrenen Künstlern“ dennoch nicht verhindert habe, dass generative KI-Assets in den Build gelangen.

Warum Patrice Désilets das Thema anders einordnet

Auch Studio-Gründer und „Assassin’s Creed“-Erfinder Patrice Désilets nahm im Rahmen eines Preview-Events Stellung. Er zeigte sich dabei auffällig gelassen: Die KI-Elemente würden nicht im finalen Produkt landen. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Welt längst von KI geprägt sei.

Seiner Darstellung nach seien einige Assets in der Pipeline nicht gründlich genug überarbeitet worden, weshalb die KI-Elemente ihren Weg in den aktuellen Stand geschafft hätten. Für die Zukunft betonte er, dass man weniger und weniger mit KI arbeiten würde, weil man sie nun schlicht nicht mehr brauche. Darüber hinaus sagte Désilets sinngemäß, KI sei zu Beginn hilfreich gewesen, um in kurzer Zeit viele Varianten zu erzeugen – insbesondere, als das Team noch kleiner gewesen sei.

Wichtig für die Entwicklung der Diskussion: Désilets erklärte, man wolle das Thema in der Runde nicht weiter ausbreiten, stellte aber gleichzeitig klar, dass KI für ihn inzwischen ein normaler Bestandteil des Alltags ist – und damit auch in der Produktionsrealität von Spielen auftaucht.

Kontext zu 1666: Amsterdam: Team, Status und nächster Veröffentlichungstermin

Panache Digital Games arbeitet seit 2020 an 1666: Amsterdam. Das kanadische Studio hat rund 70 Mitarbeitende. Das Projekt galt lange als verschollen, wurde jedoch überraschend in diesem Jahr beim Summer Game Fest mit einem Trailer wieder sichtbar.

Parallel dazu erschien der spielbare Prolog, der einen ersten Eindruck von Amsterdam im Jahr 1666 vermitteln soll. In dem Abschnitt jagen Spieler als Hexe mit einem treuen Katzengefährten mysteriöse, übernatürliche Kreaturen.

Der Early-Access-Release auf Steam ist für den 25. August angekündigt. Damit steht die Frage im Raum, wie schnell das versprochene Update mit menschlich erstellten Versionen der betroffenen Grafiken kommt – und ob Spieler bis zum Early Access tatsächlich eine KI-freie Umsetzung im Sinne der Entwicklerangaben erwarten können.