AMD Warns Radeon Board Partners: Higher GPU and VRAM Costs Likely in August

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Radeon-Grafikkarten sollen laut Mitteilungen aus dem Umfeld der Boardpartner in Asien weiter teurer werden. AMD habe zuletzt auf eine Preisreaktion von Nvidia gewartet, die inzwischen erfolgt sei, und plane nun, die höheren Kosten für GPU-Chips und VRAM im August an die Hersteller von Custom-Designs weiterzugeben. Für Spieler bedeutet das: Die Preissignale aus dem Handel könnten in den kommenden Wochen stärker werden.

Quick facts

  • AMD will im August die Supply-Preise für gebündelte GPU-Cores und Speicher erhöhen
  • Die Preisanpassung soll mindestens 10% betragen
  • Custom-Boardpartner sollen die höheren Preise ab dem Folgemonat einheitlich umsetzen
  • Hintergrund: steigende Kosten für GPU-Chips und VRAM sowie der Trend bei der Radeon-RX-9000-Serie
  • Seit Ende November gab es bei Radeon RX 9000 wiederholt Preisbewegungen nach oben
  • Erste Preisanstiege sind bereits diese Woche bei RX 9070 XT, RX 9070 und RX 9060 XT 16 GB sichtbar

Der Preisdruck bei Gaming-Grafikkarten hält damit weiter an. Bei der Radeon-RX-9000-Serie setzte der Trend nach oben Ende November ein, gleichzeitig mit der Lage, dass Grafikspeicher knapper und teurer wurde. Diese Entwicklung soll nun in die nächste Runde gehen.

Warum AMD erst jetzt nachzieht

AMD habe bis zuletzt eine Reaktion von Nvidia abgewartet. Das Thema hängt dabei auch mit einer im Juni ausgearbeiteten neuen Preisstruktur zusammen: Damals entschied AMD sich gegen eine sofortige Umsetzung, um nicht vorübergehend ins Hintertreffen zu geraten und zugleich gezielt auf GeForce-Preise reagieren zu können.

Nachdem Nvidia die eigenen Fertiger über steigende Kosten informiert hatte, zog AMD nach. Intern wurde demnach bereits im letzten Monat ein Plan finalisiert, der die Erhöhung der Supply-Preise für gebündelte GPU-Kerne und Speicher vorsah. Die Umsetzung wurde jedoch zunächst verschoben.

Mit der bestätigten Erhöhung im Kontext der NV-Reihe habe AMD die AIB-Markenhersteller benachrichtigt, dass die Preissteigerung für die gebündelten Komponenten mindestens 10% beträgt. Alle Marken sollen die Anpassung demnach ab dem Folgemonat einheitlich anwenden, sodass sich die Preispositionierung dann voraussichtlich stärker an der von Nvidia-Karten orientiert.

Was das für den deutschen Markt bedeutet

Ein weiterer Grund für das Zögern: Noch vorhandene Lagerbestände sowie Lieferkettenware Anfang Juli. Diese Bestände seien inzwischen reduziert, wodurch die erhöhten Herstellungskosten in den folgenden Wochen schneller bei Endkunden ankommen können.

Wie stark die Preise hierzulande für die vier verschiedenen Radeon-RX-9000-Modelle konkret steigen, ist noch offen. Aus dem Umfeld der Boardpartner heißt es lediglich, dass die Radeon-Modelle preislich an ihre jeweiligen Nvidia-Pendants ausgerichtet werden sollen.

Im Handelsverlauf zeigt sich allerdings bereits Bewegung: Laut Protokoll eines ComputerBase-Bots steigt der Preistrend diese Woche bei Radeon RX 9070 XT, RX 9070 sowie RX 9060 XT 16 GB nach oben. Damit bleibt unklar, ob Händler die höheren Produktionskosten bereits vorwegnehmen oder ob im August weitere Aufschläge folgen.