Sony Earns From Xbox Physical Games and Blu-ray Disc Tech Licenses
Sony verdient nicht nur am eigenen PlayStation-Ökosystem: Auch bei der Produktion physischer Xbox-Spiele und bei den Blu-ray-Laufwerken in den Konsolen fließen Lizenz- und Fertigungszahlungen in Richtung des Unternehmens. Der Grund liegt in der Rolle von Sony bei der Blu-ray-Technologie sowie in der weltweiten Herstellung von Discs.
Blu-ray-Lizenzen: Warum bei physischen Xbox-Spielen Gebühren anfallen
Für physisch produzierte Xbox-Spiele auf Blu-ray-Discs fallen Lizenzabgaben an die Blu-ray Disc Association (BDA) an. Sony ist Gründungsmitglied dieses Konsortiums und hält wesentliche Patente an der zugrunde liegenden Technologie. Dadurch erhält Sony Einnahmen, wenn auf der Konkurrenzplattform Xbox-Software physisch hergestellt und verkauft wird.
Das betrifft nicht nur einzelne Titel: Die Blu-ray-Technologie ist in der aktuellen Konsolengeneration weiterhin das Standardformat für optische Datenträger, wodurch sich die Lizenzmechanik über den gesamten physischen Markt erstreckt.
Fertigungskette: Sony ist über Disc-Produktion an der Wertschöpfung beteiligt
Neben den Patentgebühren spielt Sony auch bei der eigentlichen Herstellung der Discs eine zentrale Rolle. Ein Großteil der weltweit verkauften Xbox-Spiele soll in den Werken von Sony DADC (Digital Audio Disc Corporation) produziert werden. Zwar werde die Produktion laut den genannten Angaben über Drittfirmen beauftragt, doch diese zahlen die Gebühren letztlich an Sony.
In den genannten Herstellungsstandorten laufen dabei mehrere Schritte pro Disc zusammen: Mastering, Galvanisierung, Guss sowie das Beschichten und Lackieren jeder einzelnen Blu-ray-Disc.
Was das finanziell bedeuten kann: Einnahmen pro Konsole
Aus der Kombination von Patentrechten und Fertigungskosten ergibt sich, dass Sony an der physischen Wertschöpfungskette des gesamten Konsolenmarktes beteiligt ist. Demnach generiert der Verkauf physischer Xbox-Datenträger kontinuierliche Einnahmen – und das bereits seit der Xbox One.
Für die enthaltenen Blu-ray-Laufwerke in den Konsolen wird laut Analystenschätzungen pro Konsole ein Betrag von etwa 2 bis 3 US-Dollar an Sony genannt.
Hochrechnung zur Xbox One und den Xbox-Serienvarianten
Als Grundlage werden rund 58 Millionen verkaufte Einheiten der Xbox One angeführt. Für die Xbox Series-Modelle werden zusätzlich geschätzte rund 48 Millionen Einheiten beider Varianten genannt, wobei der Hinweis lautet, dass Microsoft keine genauen Daten veröffentlicht und auch Verkäufe der laufwerkslosen S-Modelle berücksichtigt werden müssten. Dadurch sei die Zahl „ziemlich ungenau“; für die Rechnung wird vereinfacht davon ausgegangen, dass nur die Hälfte der Einheiten tatsächlich die Laufwerksvarianten betrifft.
Auf Basis dieser Annahmen ergibt sich für die Konsolen allein ein Zusatzverdienst für Sony in einer Spanne von etwa 164 bis 246 Millionen US-Dollar. Zahlen zu Disc-Verkäufen werden dabei nicht genannt.
