Qualcomm Snapdragon C Details Leak Ahead of $300 Laptop Chip Launch
Qualcomm hat auf der Computex erste Details zu seinem neuesten Notebook-Chip veröffentlicht: dem Snapdragon C. Der kleinste Prozessor der Snapdragon-Reihe für Laptops soll den Plänen zufolge ab rund 300 US-Dollar verfügbar sein, bleibt aber vorerst bei einigen technischen Punkten bewusst vage. Jetzt sind zumindest Teile des Datenblatts und zugehörige Unterlagen auf der Produktseite aufgetaucht.
Quick facts
- Snapdragon C als kleinster Notebook-Prozessor der Snapdragon-Reihe
- Vorgesehene Preisspanne: ab ca. 300 US-Dollar
- Fertigung: 6 nm (mutmaßlich TSMC)
- CPU: acht Kryo-Kerne, Taktstufen 1×3,0 GHz, 3×2,6 GHz, 4×2,0 GHz
- GPU: Adreno A643 bis 900 MHz, Unterstützung für DirectX 12
- Display: intern eDP 1.4 bis FHD+ 120 Hz; extern DP 1.4 bis 4K60
- Video: H.264/H.265 bis 4K30 (Encoder), H.264/H.265/VP9 bis 4K60 (Decoder)
- RAM: 16 GB max, 32-bit Interface für LPDDR5/X bis 6.400 MT/s oder LPDDR4X bis 4.200 MT/s
- Storage: NVMe über PCIe 3.0 x2 sowie UFS 3.1/2.2; weitere PCIe-3.0-Lanes für Module
- WLAN/BT: FastConnect C6700 (bis Wi‑Fi 6E, Bluetooth 6.0)
- USB: bis zu 2× USB‑C und 2× USB‑A via USB 3.1
- Notebook-Partner: Acer, HP und Lenovo; Start „später in diesem Jahr“
8 Kerne statt Oryon: Kryo-Cluster mit klaren Takten
Beim Snapdragon C setzt Qualcomm laut Datenblatt nicht auf die eigens entwickelten Oryon-3-CPU-Kerne, wie sie aus der Snapdragon-X-Familie bekannt sind. Stattdessen kommen acht Kryo-Kerne zum Einsatz, was auf Arm-basierte Designbausteine hindeutet. Die Unterlagen nennen erstmals konkrete Taktraten: ein Kern bis 3,0 GHz, drei Kerne bis 2,6 GHz und vier Kerne bis 2,0 GHz.
Gefertigt wird der Chip in 6-nm-Technik, sehr wahrscheinlich bei TSMC. Qualcomm positioniert die Plattform insgesamt mit dem Fokus auf „responsive performance“, einem „coolen“ und „leisen“ Betrieb sowie einer „all-day battery life“ genannten Ausdauer.
Adreno A643: DirectX 12 und Takt bis 900 MHz
Die integrierte Grafikeinheit trägt den Namen Adreno A643. Sie arbeitet bis zu 900 MHz und unterstützt DirectX 12. Für Spieler und Creator ist vor allem relevant, dass der Chip nicht nur auf Basisdaten setzt, sondern auch konkrete Display- und Video-Funktionen mitliefert.
Display- und Video-Engine bis 4K60
Für die Anzeige nutzt der Snapdragon C intern eDP 1.4 für maximal FHD+ bei bis zu 120 Hz. Zusätzlich ist laut Unterlagen einmal DP 1.4 für externe Monitore vorgesehen, wobei bis zu 4K60 unterstützt wird.
Die Video Processing Unit umfasst einen Encoder für H.264 und H.265 bis 4K30. Beim Dekodieren unterstützt der Chip H.264, H.265 und VP9 bis zu 4K60.
RAM und Speicher: bis zu 16 GB, NVMe per PCIe 3.0 x2
Beim Arbeitsspeicher bietet der Snapdragon C ein 32-Bit-Interface. Je nach verwendeter RAM-Variante sind bis zu 6.400 MT/s mit LPDDR5/X oder bis zu 4.200 MT/s mit LPDDR4X möglich. Daraus ergibt sich ein maximaler Durchsatz von 25,6 GB/s (LPDDR5/X) bzw. 16,8 GB/s (LPDDR4X). Qualcomm nennt als Obergrenze 16 GB RAM.
Beim Storage setzt die Plattform auf NVMe über PCIe 3.0 x2 oder alternativ auf UFS 3.1 bzw. 2.2. Zusätzlich stehen drei weitere PCIe-3.0-Lanes bereit, die sich für Komponenten wie WLAN/BT oder ein Mobilfunkmodul eignen. Als WLAN-Plattform nennt Qualcomm die FastConnect C6700, angebunden über M.2, mit Support bis zu Wi‑Fi 6E und Bluetooth 6.0.
Für Peripherie sind im Notebook bis zu zwei USB-C-Ports und zwei USB-A-Ports mit USB 3.1 vorgesehen.
Windows-„Copilot+“-Voraussetzungen unklar, Start mit Acer, HP und Lenovo
Ob sich der Snapdragon C wie bei anderen Qualcomm-Plattformen auch im Sinne eines „Copilot+ PC“ mit Windows 11 aufbauen lässt, ist fraglich. Microsoft fordert dafür mindestens ein kompatibles SoC, mindestens 16 GB DDR5 oder LPDDR5, mindestens 256 GB SSD- oder UFS-Speicher sowie eine NPU mit mindestens 40 TOPS (INT8). Zwar erwähnt das Datenblatt eine dedizierte „Hexagon NPU“, jedoch fehlen Angaben zu TOPS oder ein Hinweis auf Copilot+ PC.
Der Marktstart soll für passend ausgestattete Notebooks „später in diesem Jahr“ erfolgen. Qualcomm arbeitet dafür zunächst mit Herstellern wie Acer, HP und Lenovo zusammen. Acer hatte in Taiwan bereits ein konkretes Modell gezeigt: das Aspire Go 15, zu dem zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch kein Preis genannt wurde.
