THQ Updates Gothic Remake Finances: Costs Not Recovered Yet, Plans Continue

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THQ hat nach dem Launch des Gothic Remake eine wichtige finanzielle Zwischenbilanz geliefert: Zwei Monate nach Release sind die angefallenen Kosten (inklusive Marketing) nach Angaben im aktuellen Quartalsbericht noch nicht vollständig wieder eingespielt. Gleichzeitig wird der Start als sehr gut bewertet – und der Publisher nennt konkrete Pläne, die Marke weiterzuführen.

Release-Status: Kosten noch nicht gedeckt, aber „Break Even“ in Reichweite

Knapp zwei Monate nach dem Verkaufsstart berichtet THQ in seinem Quartalsbericht, dass die Kosten für das Gothic Remake bislang noch nicht wieder hereingeholt wurden. In der gleichen Einordnung wird jedoch betont, dass das Remake sehr gut gestartet sei und die Ausgaben zusammen mit dem Marketingbudget nur „fast“ wieder drin wären. Damit steht das Projekt zwar noch nicht im Gewinn, gilt aber als kurz vor der Schwelle, ab der die Gesamtkosten rechnerisch gedeckt sind.

Plattform Status Zeitrahmen
Gothic Remake (gesamt) Kosten noch nicht wieder eingespielt ca. zwei Monate nach Release
Gothic Remake (gesamt) Ausgaben inklusive Marketing „fast“ gedeckt laut jüngstem Quartalsbericht

Verkaufsstart: Nach einer Woche bereits 500.000 Einheiten gemeldet

Parallel zur Kostenfrage steht die offenbar starke erste Verkaufsphase. Bereits eine Woche nach dem Release meldete THQ, dass eine halbe Million Spiele verkauft wurden. Solche Umsatz-/Absatzzahlen sind in der Regel nicht „typisch“, wenn ein Publisher nicht auch selbst Grund zur Zuversicht sieht. Für Spieler heißt das: Das Remake hat früh genug gezogen, um die Grundlage für die weitere Strategie zu sichern – auch wenn der Break Even noch nicht erreicht ist.

Was „noch kein Gewinn“ für die Reihe bedeutet

Der Break Even beschreibt den Punkt, an dem die Entwicklungskosten (und hier auch das Marketingbudget) rechnerisch wieder eingespielt sind. Nach der aktuellen Lage hat THQ mit dem Gothic Remake bisher noch keinen Gewinn erzielt. Der Grund ist allerdings weniger überraschend als es klingt: Ein Großteil der Verkäufe fällt typischerweise direkt zum Launch an – danach müssen Langzeitverkäufe nachziehen.

Genau dieses Nachziehen kann laut den vorliegenden Einschätzungen auch dann noch funktionieren, wenn ein Spiel nicht sofort innerhalb kurzer Zeit die Gewinnschwelle knackt. Als Beispiel wird angeführt, dass Alan Wake 2 selbst über ein Jahr nach Release den Break Even noch nicht erreicht habe, aber dennoch als Erfolg bewertet wurde. Für das Gothic Remake heißt das: Wenn die Verkaufsdynamik auch in den kommenden Monaten stabil bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Gewinnschwelle zeitnah überschritten wird.

Langzeit-Effekt: Klassische Gothic-Verkäufe und technisches Fundament

Die Langzeitverkäufe der ursprünglichen Gothic-Spiele auf Steam werden als wichtiger Faktor genannt: Sie hätten ohne entsprechende Nachfrage das Remake-Projekt nicht in dieser Form ermöglichen können. Für die Zukunft ist außerdem entscheidend, dass THQ mit dem Remake ein „technisches Fundament“ für Gothic in moderner Optik geschaffen hat. Dadurch können Entwickler bei einer Fortsetzung schneller arbeiten und sich stärker auf Inhalte konzentrieren – statt jedes Mal bei Null anzufangen.

Support und nächste Schritte: Updates, Features und mögliche frühe Ankündigung

THQ Nordic hat bereits angekündigt, die Marke weiterzuführen und den Support für das Gothic Remake fortzusetzen. Im Rahmen dieser Pläne wurden Updates sowie zusätzliche Features genannt, darunter Mod-Support und ein alternatives Fortschrittssystem. Gleichzeitig deutete der Publisher an, dass das nächste Spiel bereits im kommenden Jahr gezeigt werden könnte.

Spieler-Eindruck vs. offene Baustellen

Unabhängig von der Finanzlage wird das Remake inhaltlich als gelungen beschrieben: Es gilt als anspruchsvoll und zugleich sperrig – also nah an dem, was viele Fans erwarten. In Tests erhielt es zudem eine gute Wertung. Als klarer Knackpunkt bleiben Bugs: Zwar läuft das Spiel offenbar gut an, aber bei der Stabilität gibt es weiterhin Handlungsbedarf.

Offen bleibt derzeit vor allem, wie schnell das Gothic Remake die Gewinnschwelle tatsächlich erreichen wird und wie stark die Verkaufszahlen nach der frühen Launch-Phase weiter anziehen. Der nächste Quartalsbericht dürfte hier die entscheidendsten Hinweise liefern.