Embark Admits Arc Raiders Anti-Cheat Struggles Against Hackers at Gamescom

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Embark Studios räumt ein, dass der erfolgreiche Extraction-Shooter „Arc Raiders“ trotz fortlaufender Anti-Cheat-Arbeit weiterhin von Hackern und Cheatern ausgenutzt wird. Im Rahmen der Gamescom Dev erklärte Tom van Dijck, der bei Embark an Anti-Cheat-Lösungen arbeitet, warum das Katz-und-Maus-Spiel mit einer milliardenschweren Cheats-Industrie so schwer zu gewinnen ist – und wie das Studio stattdessen auf interne Datenanalyse und eigene Maßnahmen setzt.

Warum der Kampf gegen Cheats so schwer bleibt

Van Dijck beschrieb die Lage als strukturelles Problem: Ein kleines Team könne gegen eine Branche vorgehen, die er als kommerziell organisiert und in der Größenordnung einer 8-Milliarden-US-Dollar-Industrie einordnet. Selbst wenn Embark nicht klein wäre, sei der technische und organisatorische Abstand zu den Betrugsanbietern enorm.

  • Cheat-Entwickler passen sich laut van Dijck ständig an neue Anti-Cheat-Systeme an.
  • Als Beispiele nannte er hardwarebasierte Cheats sowie KI-gestützte Lösungen.
  • Wenn ein Studio eine Methode blockiert, tauchen häufig kurze Zeit später neue Varianten oder zusätzliche Lösungen auf.
  • Um dauerhaft mithalten zu können, bräuchten Entwickler nach seiner Einschätzung Tausende von Mitarbeitenden.

Zusätzlich erschwere die öffentliche Wahrnehmung die Arbeit: „Arc Raiders“ werde regelmäßig als von Cheatern überschwemmt dargestellt – etwa mit täglich wiederkehrenden Vorwürfen auf Plattformen wie Reddit. Gleichzeitig sei eine direkte Reaktion für das Team oft schwierig, weil öffentliche Stellungnahmen auf große Kritik stoßen und die Lage dadurch eher verschärfen können.

  • Auch große Streamer treffen während Livestreams auf offensichtliche Cheater und Stream-Sniper.
  • Unbestätigte Gerüchte und Behauptungen in sozialen Medien verstärken den Druck auf die Entwickler.

Embark aktualisiert Anti-Cheat – setzt aber auf interne Auswertung

Embark Studios hat in den vergangenen Monaten kontinuierlich nachgebessert und kündigte an, weiterhin rigoros gegen Cheater vorzugehen. Laut van Dijck ist der entscheidende Hebel jedoch nicht nur das Blocken von Angriffen, sondern das Verstehen von Mustern – dafür nutzt Embark umfangreiche interne Datenanalyse.

  • Das Studio erfasst täglich bis zu 20 Milliarden Spielereignisse aus „The Finals“ und „Arc Raiders“.
  • Aus diesen Daten lassen sich unter anderem Bewegungen, Schussverhalten und Eingaben der Spieler analysieren.
  • Das Erkennen verdächtiger Muster ist dennoch schwierig, weil ein Großteil der Daten unauffällig ist.
  • Selbst legitime Programme wie OBS oder Steam können dabei Fehlalarme auslösen.

Van Dijck rät Multiplayer-Shooter-Studios außerdem grundsätzlich davon ab, sich ausschließlich auf fertige Anti-Cheat-Lösungen externer Anbieter zu verlassen. Seine Position: Wer nur eine Standardlösung einkauft und integriert, startet seiner Einschätzung nach bereits im Nachteil.

Abschließend machte er das Problem an einem einfachen Plan fest: Wer einen Ego-Shooter baut und darüber nachdenkt, eine fertige Anti-Cheat-Lösung zu kaufen und einzubauen, werde damit keinen Erfolg haben.

Release-Zahlen und Marktstatus von „Arc Raiders“

„Arc Raiders“ ist im vergangenen Oktober für PC, PS5 sowie Xbox Series X/S erschienen. Bislang hat sich das Spiel mehr als 16 Millionen Mal verkauft.