Disney+ Cancels Power Rangers Live-Action After Netflix Reboot Failure
Das „Power Rangers“-Comeback bleibt aus: Nach dem gescheiterten Netflix-Reboot wird nun auch die geplante Live-Action-Adaption bei Disney+ gestoppt. Für Fans bedeutet das vorerst weiteres Warten – und für die Gaming- und Medienlandschaft eine weitere Bestätigung, wie stark Rechtefragen und Merchandising-Kontrolle moderne Großproduktionen bestimmen.
Disney+ beendet die Live-Action-Pläne in der Entwicklung
Die Live-Action-Umsetzung der „Power Rangers“ für Disney+ soll laut Berichten nicht über die Entwicklungsphase hinauskommen. Damit scheitert innerhalb kurzer Zeit bereits der zweite große Versuch, die Marke in einem modernen Streaming-Format zurückzubringen.
Hinter dem Projekt war 20th Television als Produktionspartner vorgesehen. Als Showrunner und Autoren wurden Jonathan E. Steinberg und Dan Shotz verpflichtet – ein Team, das zuvor bei Disney bereits an der Serienadaption von „Percy Jackson“ beteiligt war. Trotz dieser Vorzeichen wird das Vorhaben nun offenbar ausgebremst.
Warum es dieses Mal nicht an Kreativität liegt
Der entscheidende Unterschied zum Netflix-Anlauf: Während Netflix das Projekt vor zwei Jahren offenbar wegen Uneinigkeit mit Hasbro über die kreative Ausrichtung abgebrochen hatte, wird diesmal eine rein wirtschaftliche Begründung genannt.
Die Kernaussage: Eine visuell aufwendige Live-Action-Superheldenproduktion ist teuer, und für Streaming-Dienste lohnt sich so ein Investment meist nur dann, wenn die Plattform die Markenrechte selbst kontrolliert. Genau das ist bei „Power Rangers“ aktuell nicht der Fall.
- Hasbro hält die Markenrechte an „Power Rangers“.
- Disney+ hätte das Produktionsrisiko für die teure Serie getragen.
- Merchandising- und Spielzeuggewinne würden dagegen bei Hasbro anfallen.
Rechte-Historie: Disney hatte schon einmal die Kontrolle – gab sie aber ab
Die Situation wirkt im Rückblick besonders bitter für Fans: Disney besaß die Rechte an den „Power Rangers“ bereits zwischen 2002 und 2010. In dieser Zeit verkaufte man die Rechte jedoch wieder an den Serienschöpfer Haim Saban, um sich stärker auf eigene Marken wie Marvel zu konzentrieren.
Dass die Marke später wieder über Lizenz- und Rechtefragen an unterschiedlichen Stellen scheitert, passt damit zu einem Muster: Sobald ein Studio die kreativen Inhalte entwickeln will, aber die wirtschaftlich entscheidende Seite (Merchandising/Spielzeug) anderswo liegt, wird ein Projekt häufig schwerer durchsetzbar.
Auch Gaming wirkt derzeit abgekühlt
Während Medienpläne auslaufen, zeigt sich auch im Gaming-Bereich aktuell wenig Bewegung. Der letzte größere Konsolenauftritt der Reihe liegt mit dem Prügelspiel „Power Rangers: Battle for the Grid“ aus dem Jahr 2019 mittlerweile rund sieben Jahre zurück.
Solange kein neuer Produktionspartner bereit ist, die hohen Kosten für eine Live-Action-Produktion ohne eigene Markenrechte zu tragen, dürften die Chancen auf ein baldiges Comeback weiter gering bleiben.
