Hoyoverse’s Nodusfall Announced as Free-to-Play Without Gacha, New Look at Gamescom 2026
Hoyoverse/mihoyo hat bei der Gamescom 2026 im Rahmen der Opening Night Live ein neues Action-Rollenspiel angekündigt: „Nodusfall“. Der Titel bricht dabei mit dem bisher typischen Look des Studios und setzt stattdessen auf eine düstere, realistischere Bildsprache. Gleichzeitig verspricht das Team ein Free-to-Play-Modell ohne Gacha-Mechaniken, was für viele Spieler ein besonders wichtiger Punkt sein dürfte.
Von Anime-Ästhetik zu düsterem Realismus – und was das für das Gameplay bedeuten könnte
Bislang war Hoyoverse/mihoyo vor allem mit kostenlos spielbaren Gacha-Titeln im Anime-Stil präsent, darunter „Genshin Impact“, „Honkai: Star Rail“ und „Zenless Zone Zero“. „Nodusfall“ stellt diese Erwartungshaltung jedoch bewusst auf den Kopf: Die Entwickler positionieren das Projekt optisch näher an düsteren Fantasy-Welten wie „Elden Ring“ oder „Dragon’s Dogma 2“.
Auch spielerisch deutet das Studio eine Ausrichtung an, die bei Spielern mit der „Monster Hunter“-Reihe Assoziationen wecken kann. Laut Ankündigung müssen sich die Spieler dabei gegen „riesige Monster“ stellen, die zuvor nur in Mythen existierten. Damit verschiebt sich der Fokus stärker in Richtung Jagd- und Kampfzentrierter Erlebnisse, statt um bekannte Gacha-Produktionslogik zu kreisen.
Free-to-Play ohne Gacha: Warum diese Entscheidung die Community spürbar betrifft
Der größte Hebel an „Nodusfall“ ist nicht nur die neue Optik, sondern das Geschäftsmodell. Das Spiel soll laut Entwickler ein Free-to-Play-Titel sein – allerdings ohne Charaktere, die über Zufallsziehungen erworben werden. Stattdessen soll das zentrale Spielerlebnis über kontinuierliches Spielen freigeschaltet werden.
Die Monetarisierung soll dabei stärker auf kosmetische Gegenstände setzen. Das Team nennt kosmetische Käufe als „wichtigen Ansatz“ und will damit das Kernerlebnis vom Zufallsprinzip entkoppeln.
- Free-to-Play: Das Spiel soll kostenlos spielbar sein.
- Keine Gacha für Charaktere: Charaktere sollen nicht per Zufallsziehungen erhalten werden.
- Fortschritt statt Zieh-Mechanik: Kerninhalte sollen durch fortlaufendes Spielen freigeschaltet werden.
- Kosmetische Monetarisierung: Einnahmen sollen über kosmetische Gegenstände abgedeckt werden.
Mythologie als Leitmotiv: „Shanhaijing“ und eine eigenständige Story
„Nodusfall“ soll eine „mitreißende, eigenständige Geschichte“ bieten, die von vielfältigen mythologischen Traditionen der Welt inspiriert ist. Damit positionieren die Entwickler die narrative Vorlage klar als Kernbestandteil des Projekts.
In einem Interview nannte der CEO von Hoyoverse/mihoyo, Liu Wei, eine besonders konkrete Inspirationsquelle: den chinesischen Text „Shanhaijing“, auch bekannt als „Klassiker der Berge und Meere“. Laut Vorstellung handelt es sich um das älteste überlieferte Werk der chinesischen Mythologie, das in 18 Kapiteln unter anderem mythologische Erzählungen, mythische Geografie, mythische Flora und Fauna sowie Volkslegenden abdeckt.
Noch keine Release-Infos – aber ein klarer Richtungswechsel
Wann „Nodusfall“ erscheint, ist derzeit noch nicht bekannt. Ebenso hat das Unternehmen bislang keine geplanten Plattformen genannt.
Was sich jedoch bereits aus den bisherigen Aussagen klar herauslesen lässt: Hoyoverse/mihoyo versucht mit „Nodusfall“ nicht nur stilistisch neue Wege zu gehen, sondern will vor allem beim Free-to-Play-Ansatz einen anderen Ton anschlagen—mit Fokus auf planbares Freischalten statt Gacha-Ziehmechaniken und einer Monetarisierung, die auf Kosmetik ausgerichtet sein soll.
