World of Warcraft Midnight Hotfix Moves World Bosses Into Hordes Ahead of Season 2

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World of Warcraft: Midnight hat mit Patch 12.1 vor dem Start von Saison 2 bereits eine spürbare Änderung an den Weltbossen erhalten: Statt wie bisher im offenen Spielgebiet sind die Bosse jetzt in „Horten“ untergebracht. Diese instanzierten Bereiche sind in vier Schwierigkeitsgraden zugänglich und sollen laut Design die typischen Wartezeiten und das Zonen-Lag rund um Weltbosse reduzieren – mit dem Ziel, dass sich Gruppen leichter finden und nicht sofort wieder auseinanderfallen.

Auf nordamerikanischen Servern zeigte sich allerdings sehr schnell, dass die neue Umsetzung nicht nur verbessert, sondern in der Praxis mehrere Probleme erzeugt. Spieler identifizierten Logikfehler in den Horten, die eigentlich den gegenteiligen Effekt unterstützen sollten. Der Grundgedanke war, über die Instanzierung im Gruppensuchtool schneller Mitspieler zu bündeln. In der Realität funktionierte die Gruppensuche jedoch weiterhin ähnlich, und auf höheren Schwierigkeitsgraden wurden Spieler sogar eher aussortiert – vor allem weil die Boss-Mechanik nicht mehr dem Open-World-Respawn-Modell folgt.

Das betrifft insbesondere das Zusammenspiel zwischen Raidbrowser und instanzierten Weltbossen. In den Horten können Gruppen den Boss über das Suchtool finden, ihn besiegen und danach häufig in der Raidgruppe verbleiben – teils sogar, indem viele Spieler einfach AFK bleiben oder die Gruppe nicht mehr verlassen. Dadurch bleibt die Gruppe im Suchtool angemeldet. Wer später beitritt, trifft dann auf einen bereits besiegten Weltboss vor Ort, muss eine neue Gruppe suchen und findet sich damit in der Praxis in einem Kreislauf aus „toten“ Instanzen wieder. Anders als im offenen Feld respawnen Weltbosse in den Horten nicht.

Zusätzlich kommt es zu einem harten Nachteil, wenn Spieler solche Gruppen verlassen: Beim Verlassen wird ein Deserteur-Debuff ausgelöst, der die Anmeldung für Gruppen-Content für 30 Minuten verhindert. Für NA-Spieler bedeutete das nach dem Patch temporär deutlich mehr Frust bei der Weltboss-Organisation.

Blizzard hat auf die Rückmeldungen reagiert und per Hotfix nachgebessert. Community Manager Kaivax schrieb im offiziellen US-Forum, dass das Problem inzwischen auf allen Realms behoben sei: Sobald Spieler sich im Kampf mit dem Hort-Boss befinden, soll die Warteschlange nicht mehr automatisch nach zusätzlichen Mitspielern suchen. Konkret heißt das, dass im Raid- bzw. Gruppensuchtool nach Kampfbeginn keine weiteren Spieler mehr angefordert werden, wodurch das Problem mit nachträglich beitretenden Gruppenmitgliedern deutlich entschärft werden soll.

Während der Patch damit vor allem technische und prozessuale Fehler rund um die instanzierten Weltbosse korrigiert, bleibt die grundsätzliche Idee der Horte umstritten. Kritiker bemängeln, dass die Instanzierung zwar ein Mittel gegen Zonen-Lag sein sollte, aber in der jetzigen Ausführung vor allem neue Reibung erzeugt – etwa durch das „Dead-boss“-Problem in den Suchresultaten und die Konsequenzen des Deserteur-Debuffs. Unabhängig von der aktuellen Hotfix-Reparatur bleibt damit die Frage bestehen, ob die neue Weltboss-Logik in der Praxis den versprochenen Effekt liefert.