Call of Duty: Modern Warfare 4 Beta Starts Tomorrow With New Matchmaking Details
Die nächste große Call of Duty: Modern Warfare 4-Beta startet morgen Abend und bringt Vorbestellern schon früh die Möglichkeit, den Shooter anzuspielen. Gleichzeitig nutzt Activision zusammen mit Infinity Ward die Testphase, um eines der größten Community-Themen anzugehen: wie das Matchmaking künftig funktioniert – und was sich aus dem Umgang mit „Open Matchmaking“ lernen ließ.
Beta-Start: Vorbesteller zuerst, danach offen für alle
Die erste Beta-Phase beginnt morgen Abend. Im Anschluss wird das Testfenster am folgenden Wochenende für alle Spieler geöffnet, damit auch Nutzer ohne Vorbestellung an den System-Tests teilnehmen können.
Was Activision zu SBMM klärt: Keine Rückkehr zu früheren „harten“ Regeln
Zum Matchmaking äußerte sich das Entwicklerteam mit einer klaren Ansage: Es gehe nicht darum, zu den besonders strengen SBMM-Ansätzen der Jahre 2019 bis 2024 zurückzukehren. In der Kommunikation wurde betont, dass die Verbindungsqualität weiterhin die wichtigste Priorität bleibt.
Zusätzlich wurde hervorgehoben, dass es in jedem Call of Duty bereits ein leistungsbasiertes Matchmaking gab – ausdrücklich genannt wurden dabei die früheren Systeme aus BO1 und BO2. Laut dem Team ist Matchmaking außerdem kein reiner Schalter, sondern entsteht aus einer komplexen Formel mit mehreren Variablen.
Im Fokus stehen dabei unter anderem:
- Skill als ein Faktor
- physischer Standort
- Tageszeit
- die gewählte Playlist
- Party-Größen
- Plattformen sowie Crossplay-Einstellungen
Das Ziel: über alle diese Parameter hinweg eine bessere Balance zu erreichen und die „beste Erfahrung“ zu liefern.
Open Matchmaking: Community wollte Zufall – Daten zeigten Nebenwirkungen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Open Matchmaking, das als Reaktion auf Kritik im letzten Jahr eingeführt wurde. Dieses System stellt Spieler stärker nach Zufall und Ping zusammen, wodurch die eigene Leistung weniger stark gewichtet wird.
Obwohl viele Fans genau diese Freiheit begrüßten, stellten die nun veröffentlichten Zahlen eine deutliche Verschlechterung der Spielqualität gegenüber dem überarbeiteten, eher klassisch inspirierten Standard-System dar. Verglichen über den Zeitraum vom Release bis einschließlich Season 4, zeigte sich bei 80 Prozent der Spieler ein klarer Performance-Abfall.
Die gemessenen Auswirkungen im Detail:
- 32,7 Prozent höhere Abbruchquoten (Quit Rates)
- 14,4 Prozent weniger Kills pro Minute
- 5,3 Prozent niedrigere Siegquoten
- 59,2 Prozent mehr negative „Macht keinen Spaß“-Bewertungen aus Feedback-Umfragen
Mit dem System-Update in Season 5 seien die Abbruchraten hingegen deutlich gesunken – bei über der Hälfte der Spieler sogar um 41 Prozent. Gleichzeitig wurde betont, dass selbst bei steigender Konkurrenz die besten Spieler Partien seltener vorzeitig verlassen.
Warum Lobbys nicht nach Runden bleiben + Plan für die Beta
Auch zur Frage, warum Lobbys nach dem Ende einzelner Runden aufgelöst werden, gab es eine Begründung: Laut Team sei es nicht mehr praktikabel, dieselben Lobbys beizubehalten. Etwa 50 Prozent der Spieler würden bereits nach dem ersten Match die Runde verlassen; nach drei Spielen sei aus der Startaufstellung kaum noch jemand übrig.
Ein Neustart der Suche soll dadurch schnellere Ladezeiten ermöglichen und gleichzeitig den Ping für alle Beteiligten verbessern.
Da Open Matchmaking laut den bisherigen Daten nicht die gewünschten Effekte gebracht habe, fahren Activision und Infinity Ward für die Beta zweigleisig: In der Testphase soll das neue Matchmaking-System genutzt werden, gleichzeitig wird auch das Open Matchmaking verfügbar sein, damit aus beiden Ansätzen weiter gelernt werden kann. Genannt wurde dabei auch, dass man die Daten auswertet, Spielerfeedback einbezieht und das System entsprechend verbessert.
Für die Beta bedeutet das: Spieler können selbst wählen, welche Playlist sie starten. Die gesammelten Daten und das Feedback sollen am Ende als Grundlage dienen, welchen Mix aus Matchmaking-Ansätzen Call of Duty: Modern Warfare 4 beim Release am 23. Oktober 2026 übernimmt.
Veröffentlicht wird das Spiel für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC.
Was als Nächstes zählt
Mit dem zweigleisigen Ansatz in der Beta setzt Activision vor allem auf messbare Ergebnisse: Verbindungsqualität, Spielerverhalten (z. B. Abbrüche) und Feedback sollen zeigen, welcher Matchmaking-Mix beim finalen Start am besten funktioniert. Entscheidend wird dabei sein, ob sich die negativen Effekte des Open-Ansatzes in der Praxis weiter abmildern lassen und wie stabil das neue System über unterschiedliche Playlists und Party-Konstellationen bleibt.
