Lenovo ThinkStation P4 Lands with Ryzen 9000 Pro, RTX Pro 6000 and up to 256GB ECC
Lenovo bringt mit der ThinkStation P4 eine neue Entry-Level-Tower-Workstation in den Markt, die auf maximale Dauerlast, professionelle Komponenten und umfangreiche Plattform-Supports setzt. Im Kern steckt ein AMD Ryzen 9000 Pro-Setup mit bis zu einer Nvidia RTX Pro 6000 Blackwell (96 GB) sowie bis zu 256 GB DDR5 (ECC), dazu ist auch eine optionale CPU-Wasserkühlung vorgesehen.
Release timing & Verfügbarkeit
Die Lenovo ThinkStation P4 wurde im Mai vorgestellt und ist ab sofort in Deutschland im Handel erhältlich. Damit zielt das Modell auf Nutzer, die eine Workstation-Einstiegsoption suchen, ohne auf Workstation-Funktionen wie ECC-Support, ISV-Zertifizierungen und Service-Optionen zu verzichten.
| Plattform | Status | Datum/Zeitrahmen |
|---|---|---|
| Lenovo ThinkStation P4 (Deutschland, Handel) | Verfügbar | Ab sofort (nach Vorstellung im Mai) |
Was Lenovo an der ThinkStation P4 konkret anbietet
Lenovo positioniert die ThinkStation P4 als neue Referenz für Tower-Workstations im Einstiegspreissegment. Als CPU kommt die Plattform AMD Ryzen Pro 9000 auf einem AMD-PRO-675-Chipsatz zum Einsatz, wodurch ECC-Support gewährleistet ist. Für Grafik und Speicher steht PCIe Gen 5 zur Verfügung.
- CPU: AMD Ryzen 9000 Pro, bis hin zum AMD Ryzen 9 Pro 9965X3D (mit gestapeltem L3-Cache / 3D V-Cache). Laut Lenovo ist dieses Topmodell aktuell exklusiv im Portfolio der Serie vertreten.
- GPU: wahlweise bis zur Nvidia RTX Pro 6000 Blackwell Workstation Edition mit 96 GB GDDR7 (ECC), ausgelegt für 600 W TDP. Alternativ nennt Lenovo RTX Pro 5000, RTX Pro 4500, RTX Pro 4000 und RTX Pro 2000.
- RAM: bis zu 256 GB DDR5 (ECC) über 4 DIMM-Slots. Genannte Bestückungsoptionen umfassen ECC-UDIMMs (z. B. 16/32 GB bei DDR5-5600) sowie weitere UDIMM/CUDIMM-Varianten (teilweise Non-ECC).
- Speicher: Platz für 3× NVMe-SSDs (M.2) und 3× 3,5-Zoll-HDDs. Laut Konfiguration unterstützt das System SSDs bis 4 TB (insgesamt 12 TB) sowie HDDs bis 12 TB (insgesamt 36 TB).
- Kühlung: Mehrzonen-Design für Airflow sowie erstmals bei 170-Watt-TDP-CPUs eine CPU-Wasserkühlung als Option.
Chassis, Anschlüsse und Funk-/Netzoptionen
Die ThinkStation P4 nutzt ein Chassis in der 30-Liter-Klasse mit den Abmessungen 180 × 401,5 × 415 mm. Lenovo nennt für das I/O-Setup unter anderem USB-A, USB-C, HDMI, Audio sowie Netzwerk- und serielle Anschlüsse (inkl. Serial und LPT). Zusätzlich sind Wi‑Fi 7, Bluetooth 5.4 und Realtek-Ethernet mit 2,5 Gbit/s integriert.
Wer mehr Netzwerkleistung benötigt, kann laut Lenovo zwei weitere Ethernet-Ports über eine PCIe-Steckkarte Intel E810-DA2 (10/25GbE) ergänzen.
Betriebssysteme und ISV-Zertifizierungen
Ab Werk stehen laut Lenovo zur Auswahl: Windows 11 Pro, Ubuntu Linux und Red Hat Enterprise Linux. Für die Workstation-Funktionalität nennt Lenovo ISV-Zertifizierungen unter anderem für AVID, Altair, Autodesk, Ansys, Bentley, Dassault, Nemetschek, PTC und Siemens.
Für eine vollständige Übersicht der zertifizierten Anwendungen verweist Lenovo auf eine eigene Datenübersicht unter ThinkWorkstation.com.
Service-Paket: Premier Support & Premier Support Plus
Zur ThinkStation P4 nennt Lenovo die Support-Optionen Lenovo Premier Support und Lenovo Premier Support Plus. Premier Support umfasst 24/7-Support mit direktem Zugang zu erfahrenen Technikern statt einer allgemeinen Hotline, plus Vor-Ort-Service am nächsten Werktag (bei Bedarf), priorisierte Ersatzteilversorgung und einen zentralen Ansprechpartner.
Premier Support Plus erweitert das Paket um zusätzlichen Geräteschutz: Accidental Damage Protection gegen versehentliche Beschädigungen, Keep Your Drive (defekte Datenträger bleiben beim Kunden aus Datenschutzgründen) sowie KI-gestützte, proaktive Systemdiagnosen, um mögliche Hardwareprobleme früher zu erkennen.
Spieler- und Creator-Impact: worauf man achten sollte
Auch wenn die ThinkStation P4 nicht als Gaming-PC vermarktet wird, dürfte sie für CAD-, Simulations-, Render- und KI-Workloads sowie für professionelle Content-Workflows interessant sein—vor allem wegen der Kombination aus Workstation-GPU-Optionen, ECC-fähigem Plattform-Setup und der genannten ISV-Zertifizierung. Entscheidend für die Praxis sind zudem die Varianten bei RAM und Kühlung: Wer dauerhaft hohe Lasten fährt, profitiert laut Lenovo von Airflow-Design und optionalem Wasser bei passenden CPU-Konfigurationen.
Unklar bleibt zum jetzigen Zeitpunkt, welche Preisstufen und genauen Konfigurationen (konkrete CPU-/GPU-Kombis sowie Kühlvarianten) im deutschen Handel in welchen Paketen verfügbar sind. Ebenso sind keine konkreten Garantie-/Supportlaufzeiten oder exakten Lieferfenster für einzelne Build-Varianten angegeben.
