Windows 11 Insider Gets Faster Compact Context Menu and Updated File Explorer
Microsoft hat das neue, kompaktere Windows-11-Kontextmenü offiziell im Windows Insider Program gestartet. Die Entwicklung zielt vor allem auf Tempo und Übersicht: Das bisherige Menü sei durch zu viele App-Einträge „verstopft“ gewesen und dadurch langsamer geworden. Gleichzeitig kommt im selben Insider-Umfeld auch ein überarbeiteter Datei-Explorer, der bei Navigation, Umbenennen und Mehrfachauswahl flüssiger reagieren soll.
Quick facts
- Neues Windows-11-Kontextmenü startet im Insider-„Experimental“-Kanal
- Testversion: Build 26340.9212
- Kontextmenü soll schneller sein, weil App-Einträge weniger „Clutter“ verursachen
- Benutzer können mehrere Kontextmenü-Funktionen per Einstellungen an- oder abwählen
- Neue Datei-Explorer-Optimierungen sollen Einfrieren und Verzögerungen reduzieren
Microsoft begründet den Wechsel mit einem konkreten Problem: „Clutter“ sei nicht nur optisch störend, sondern bremse das Menü spürbar aus. Wenn Apps bei jedem Öffnen zusätzliche Einträge mitbringen, entsteht laut Beschreibung zusätzliche Arbeit, die sich in der Bedienung bemerkbar machen kann.
Mehr Kontrolle: Kontextmenü wird anpassbar
Im neuen Kontextmenü können Nutzer in den Einstellungen auswählen, welche Funktionen angezeigt werden. Dazu zählen unter anderem „Verknüpfung erstellen“, „Als Pfad kopieren“ sowie Optionen zum Drehen von Bildern direkt im Kontextmenü.
Außerdem wird das Verhalten von App-Erweiterungen flexibler: Diese lassen sich auf Wunsch in einem Unterpunkt bündeln, statt als einzelne Einträge über das Menü verteilt zu sein. Auch die Darstellung von horizontalen Standardaktionen wie Ausschneiden, Kopieren und Einfügen kann zurück in eine Listenansicht umgestellt werden – „Windows 10“-Optik inklusive.
Eine weitere bislang unbekannte Option betrifft „Eigenschaften“: Nutzer können entscheiden, ob dieser Eintrag ans Ende des Menüs wandert. Insgesamt nennt Microsoft damit neun anpassbare Einstellungen, plus eine separate Option für App-Erweiterungen.
Rollout im Insider-Programm: Build 26340.9212
Für Tester ist das neue Kontextmenü ab sofort über den Experimental-Kanal im Windows Insider Program verfügbar. Es ist Teil der Build 26340.9212, die zusätzlich weitere Änderungen enthält.
Dazu zählt unter anderem, dass Microsoft den Rollout bestimmter Startmenü-Optionen reduziert: Bei einigen Nutzern könnten diese verschwinden, lassen sich jedoch manuell wieder über den Feature-Flag-Bereich aktivieren. Ein vollständiger Rückzug sei das laut Darstellung nicht, die Tests liefen aber offenbar nicht völlig reibungslos.
Weiterhin wird Emoji-Unterstützung für Version 17.0 ergänzt. Außerdem wird die Sharing-Funktion „Drag Tray“ entfernt, und die Personalisierungsoptionen in den Einstellungen bekommen mehr Auswahl. Eine vollständige Liste der Änderungen wird in den Release Notes geführt.
Datei-Explorer: weniger Hänger, bessere Performance bei Alltagsschritten
Die Kontextmenü-Verbesserungen kommen parallel zu einem generalüberholten Datei-Explorer. Microsoft verspricht eine spürbar schnellere und flüssigere Bedienung. Im Blog beschreibt das Unternehmen, man habe die Ursachen für Einfrieren, Ruckler und Verzögerungen analysiert und dabei dutzende mögliche Blockaden und Unterbrechungen identifiziert und entfernt.
Praktisch soll das weniger zu „Hängern“ führen, wenn Nutzer durch Ordnerstrukturen navigieren, Dateien umbenennen oder mehrere Dateien auf einmal auswählen. Laut Microsoft handelt es sich dabei weniger um einzelne große Sprünge, sondern um viele kleinere Baustellen, die sich in der Gesamtwirkung addieren.
Konkrete Beispiele: Das Umbenennen von Dateien soll nicht mehr durch Hintergrund-Synchronisation unterbrochen werden. Zudem bekommt die Adressleiste mehr Spielraum bei der Eingabeverarbeitung. Zusätzlich wird der Explorer so erweitert, dass er neben KB auch MB und GB anzeigen kann, um die Übersichtlichkeit beim Arbeiten mit Dateigrößen zu erhöhen.
