WoW Midnight PvP Scandal: Old Trinkets Outscale Season 2, Enable One-Shots
WoW: Midnight sorgt im PvP erneut für Diskussionen: Ein neuer Beitrag von WoW-YouTuber Rextroy zeigt, dass alte Schmuckstücke aus früheren Addons durch einen seit Jahren fehlerhaften PvP-Scaling-Mechanismus teils so stark skalieren, dass sie in einzelnen Situationen Spieler scheinbar „one-shotten“ können. Ausgelöst wird der Effekt dabei nicht nur durch Schmuck-Procs, sondern durch eine genau abgestimmte Kombination aus Schutz-Paladin-Fähigkeiten, Talenten und Timing.
Patchstart und neuer Test: Rextroys „alte Trinkets“-Beweis
Mit Saison 2 von WoW: Midnight wurde nach dem Start der Erweiterung wieder stark ins PvP zurückgekehrt. Rextroy nutzte diese Phase, um erneut öffentlich zu machen, wie problematisch das Item-Balancing im Spiel offenbar funktioniert.
Im Fokus steht dabei die Paladin-Fähigkeit „Schild des Rechtschaffenen“. Durch das Klassenbalancing in Patch 12.1 wurde der Schaden dieser Attacke deutlich erhöht. Rextroy nahm das zum Anlass, die maximale Schadensspitze in der Praxis zu untersuchen.
- Rextroy testet mit einem Schutz-Paladin, wie viel Schaden „Schild des Rechtschaffenen“ im PvP erreicht.
- Für den Test greift er gezielt nicht zu den aktuell besten Schmuckstücken aus Mythic-Plus-, Raid- oder PvP-Gear.
- Stattdessen verwendet er Schmuck aus früheren Erweiterungen, um die Skalierungsprobleme sichtbar zu machen.
Welche Schmuckstücke offenbar durch Skalierung überdrehen
Für das Video hat Rextroy nach eigenen Angaben rund 4.700 Schmuckstücke im Spiel geprüft und anschließend die stärksten Kandidaten ausgewählt. Dabei konzentrierte er sich auf zwei konkrete Trinkets: eines aus Mists of Pandaria und eines aus Shadowlands.
Daelos letzte Worte (Mists of Pandaria)
Im Datenbankmaterial stieß er auf „Daelos letzte Worte“, das bei Aktivierung für zehn Sekunden mehr als 1.000 Punkte Stärke liefert. Laut Rextroy liegt dieser Wert deutlich über dem, was die besten Schmuckstücke der aktuellen Saison 2 typischerweise gewähren sollen.
Karaffe des endlosen Heulens (Shadowlands, Raid „Sanktum der Herrschaft“)
Als zweites, besonders wirksames Trinket identifizierte er „Karaffe des endlosen Heulens“ aus dem Shadowlands-Raid „Sanktum der Herrschaft“. Der Proc-Effekt soll den Hauptwert des Paladins von 2.000 auf 4.000 erhöhen.
- „Daelos letzte Worte“: Aktivierung für zehn Sekunden über 1.000 Punkte Stärke (laut Rextroys Auswertung).
- „Karaffe des endlosen Heulens“: Proc erhöht den Hauptwert von 2.000 auf 4.000.
- Rextroy stellt in seinen Tests damit Schadensspitzen im Bereich von etwa 600.000 bis 900.000 Schadenspunkten dar.
Warum alte Items im PvP dennoch extrem stark sein können
Die zentrale Frage ist, wie Schmuckstücke mit vergleichsweise niedrigem Itemlevel aus früheren Addons überhaupt noch so hohe Werte erreichen können. Der Kern des Problems: Rextroy verweist darauf, dass die Skalierung von Ausrüstung im Spieler-gegen-Spieler-Bereich seit Jahren offenbar verbuggt ist.
Er beschreibt, dass Schmuck aus alten Erweiterungen eigentlich ein deutlich niedrigeres Itemlevel als aktuelle Ausrüstung besitzt und im normalen Kontext dadurch nicht mehr die gleiche Relevanz haben sollte. Im PvP scheint das Scaling jedoch nicht korrekt zu funktionieren, wodurch vor allem alte Schmuckstücke deutlich mehr Werte liefern können als vorgesehen.
- Schmuck aus älteren Erweiterungen hat normalerweise ein deutlich niedrigeres Itemlevel als aktuelle Ausrüstung.
- Im aktuellen PvP wird die Skalierung laut Rextroy jedoch seit Jahren nicht korrekt abgebildet.
- Das Ergebnis: Besonders Schmuckstücke aus früheren Addons können mehr Werte liefern als beabsichtigt.
Mehr als nur Trinket-Procs: Combo, Timing und zusätzliche Effekte
Rextroy betont, dass hinter den hohen Schadenszahlen nicht nur die Trinket-Effekte stecken. Damit die Zahlen so hoch ausfallen, müssen Talente passend gewählt und Angriffe zeitlich korrekt ausgelöst werden.
Sein Ablauf beginnt, sobald der Proc der „Karaffe des endlosen Heulens“ aktiv ist. Dann nutzt der Schutz-Paladin „Schildwache“, anschließend „Schild des Rächers“ und „Göttlicher Glockenschlag“. Dazu kommt das Heldentalent „Göttliche Eintreibung“, das die Stapel des Spitzentalents „Ehre“ erhöht. Diese Stapel sollen den Schaden von „Schild des Rechtschaffenen“ weiter verstärken.
- Nach dem Proc der Karaffe: „Schildwache“ → „Schild des Rächers“ → „Göttlicher Glockenschlag“.
- Heldentalent „Göttliche Eintreibung“ und Spitzentalent „Ehre“ erhöhen die Stapel für zusätzlichen Schaden.
- Zusätzlich sollen Schwächungseffekte von „Richturteil“ sowie das PvP-Talent „Inquisition“ den Gesamtschaden unterstützen.
Was das für das PvP in Saison 2 bedeuten könnte
Rextroys Darstellung zielt darauf ab, eine Schwachstelle im Balancing von WoW: Midnight sichtbar zu machen. Ob sich dadurch eine „alte Schmuckstück“-Spielweise im PvP von Saison 2 durchsetzen wird, bleibt laut dem Beitrag offen – aber der Effekt könnte zumindest theoretisch dazu führen, dass Spieler vermehrt auf Schmuck aus älteren Erweiterungen statt auf aktuelle Drops setzen.
Die zentrale offene Frage lautet: Wird die „Alte-Schmuckstück-Meta“ im PvP tatsächlich Einzug halten?
