Microsoft Raises Windows 11 OEM License Fees, Pushing PC Prices Higher Again

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PC- und Notebook-Käufer müssen sich auf weitere Preissprünge einstellen: Microsoft hat die Gebühren für Windows-11-OEM-Lizenzen bereits im vergangenen Monat deutlich erhöht. Gleichzeitig bleiben Arbeitsspeicher, SSDs und CPUs teuer, während die PC-Nachfrage schwächer ausfällt als zuletzt.

Windows-11-OEM teurer: Erhöhung im Schnitt deutlich über Vorjahren

Microsoft passt die OEM-Lizenzgebühren für Windows in der Regel jährlich an. Diesmal liegt die Steigerung laut Branchenangaben bei durchschnittlich rund sieben bis zehn Prozent und damit spürbar höher als in den vergangenen Jahren.

Wie stark die Kosten pro Gerät steigen, hängt dabei unter anderem von der Leistungsklasse des verwendeten Prozessors ab. Leistungsfähigere CPUs werden mit höheren Lizenzkosten belegt, wodurch die konkreten Aufschläge je nach PC- oder Notebook-Modell variieren.

Quick facts

  • Microsoft erhöhte die Gebühren für Windows-11-OEM-Lizenzen bereits im vergangenen Monat.
  • Die Erhöhung liegt im Schnitt bei etwa 7–10 Prozent und damit über dem Niveau der Vorjahre.
  • Die Lizenzkosten variieren je nach Prozessor-Leistungsklasse.
  • Hersteller sollen die höheren Windows-Gebühren weitgehend in die Systempreise eingepreist haben.
  • Der größte Kostentreiber im PC-Segment bleibt weiterhin Hardware, besonders Speicher.
  • In Taiwan sollen Asus und Acer für Q3 2026 weitere Preiserhöhungen angekündigt haben (ca. 5% bzw. im einstelligen Bereich).
  • Im weltweiten PC-Markt wird für Q2 2026 ein Rückgang der Auslieferungen erwartet: rund 65 Mio. Geräte (-4% ggü. Vorjahr).

Windows-Lizenzgebühren nicht der größte Preistreiber

Für Komplettsysteme und Notebooks sollen die Hersteller die höheren Windows-Gebühren bereits in ihre Verkaufspreise eingerechnet haben. Für Privat- und Geschäftskunden ist dieser einzelne Kostenblock daher oft schwerer als Ursache erkennbar, weil in den letzten Monaten bereits mehrere andere Preistreiber gleichzeitig gewirkt haben.

Als Hauptgrund für die aktuellen Preiserhöhungen gilt weiter die Hardware selbst. Besonders seit der zweiten Jahreshälfte 2025 sorgt die hohe Nachfrage nach AI-Servern für Engpässe bei Speicher, SSDs und CPUs. Dabei seien die Speicherpreise am stärksten gestiegen und teils um ein Vielfaches höher ausgefallen.

Regionale Preisunterschiede: Taiwan kündigt weitere Aufschläge an

Die Kostenentwicklung macht sich regional unterschiedlich bemerkbar. Für Taiwan wird berichtet, dass Asus und Acer im dritten Quartal 2026 erneute Preisanpassungen angekündigt haben: Asus mit rund fünf Prozent, Acer im einstelligen Prozentbereich.

In der Folge sollen die Preise einzelner Produkte auf dem taiwanischen Markt bis zum vergangenen Mai gegenüber dem vierten Quartal 2025 um fast 30 Prozent gestiegen sein.

PC-Markt unter Druck: Nachfrageschwäche trifft auf steigende Kosten

Die steigenden Herstellungskosten treffen die Branche zudem in einer Phase nachlassender Nachfrage. Für das zweite Quartal 2026 wird ein Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen erwartet: rund 65 Millionen Geräte, das entspräche einem Minus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Damit wäre es der erste Rückgang des weltweiten PC-Marktes seit dem ersten Quartal 2025. Erste Hinweise auf eine schwierige Lage hätten sich bereits im Mai gezeigt.