SK hynix Plans First DRAM Factory in Japan Amid US Chip-Supply Pressure

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SK hynix soll den Bau einer neuen Speicherfabrik in Japan nun tatsächlich umsetzen. Der Schritt steht jedoch unter besonderer politischer Beobachtung, weil Südkorea und Japan eine lange, belastete Vergangenheit haben und zudem Druck aus den USA wächst, neue Chip-Fabriken lieber im eigenen Land zu errichten.

Was Medien zu SK hynix und dem Japan-Standort berichten

Berichten aus Südkorea zufolge wird SK hynix die Speicherfabrik in Japan realisieren. Hintergrund: Zwar hatte es schon seit rund einem halben Jahr erste Gerüchte gegeben, dass Japan ausländischen Unternehmen besonders weitreichende Angebote macht, doch jetzt verdichten sich die Hinweise, dass die Pläne tatsächlich in die Umsetzung gehen.

Zu den wichtigsten Playern, die Japan besonders stark anzieht, zählen demnach vor allem Samsung und SK hynix. Als Blaupause wird dabei die Ansiedlung von TSMC in Japan genannt: TSMC betreibt demnach bereits mit Partnern wie Sony eine Fabrik (JASM) und errichtet parallel eine weitere Anlage für einen 3-nm-Prozess.

Warum Japan Fabriken besonders attraktiv macht

Japans Subventions- und Vergünstigungspaket für die Halbleiterindustrie gilt als besonders umfangreich. Laut den vorliegenden Informationen beteiligt sich der Staat im besten Fall mit mehr als der Hälfte der geplanten Investitionssumme an den Kosten. Zusätzlich kommen weitere Boni hinzu, die über klassische Förderungen hinausgehen.

Im Februar dieses Jahres hieß es demnach, dass ein „Full-Package-Support“ geschnürt werden soll, der weit über normale Subventionen hinausgeht. Genannt werden dabei unter anderem:

  • Steuern
  • Infrastruktur
  • Zulieferer-Einbindung
  • Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung

Damit läge eine Fabrik in Japan der Einschätzung nach bei grob halbierten Gesamtkosten im Vergleich zu Südkorea (TCO). Ein Insider habe dabei allerdings auch betont, dass selbst bei niedrigeren Kosten der Weg aus Sicht des Unternehmens politisch nicht ohne Weiteres durchsetzbar sei.

Politischer Druck: Südkorea vs. Japan, plus Einfluss aus den USA

Wie stark der politische Druck inzwischen tatsächlich nachgelassen hat, bleibt laut Berichten offen. Zwar soll es eine Annäherung zwischen japanischen und südkoreanischen Stellen geben, gleichzeitig kommen aber neue Anforderungen aus den USA hinzu.

Demnach wollen die USA, dass SK hynix Investitionen künftig stärker in den USA tätigt. Dabei wird auch ein Stimmungswechsel genannt: SK hynix hatte im Juli dieses Jahres erstmals erklärt, die USA in Zukunft stärker zu berücksichtigen. Zuvor hieß es noch, der Standort sei nicht Teil der Planungen.

Die Kernaussage: Unter politischem Einfluss können sich Entscheidungen und Prioritäten schnell drehen.

Wie groß der Einstieg in Japan vermutlich startet

Ein weiterer Punkt aus den Berichten: Der Japan-Standort von SK hynix soll demnach zunächst auf vergleichsweise kleinerem Niveau starten und nicht mit dem bisherigen Megaprojekt im Yongin-Cluster von SK hynix gleichziehen.

Ähnliche Schritte zeigt demnach bereits ein weiterer Speicher- und Chip-Anbieter: Micron baut in Japan ebenfalls, allerdings mit stärkerem Ausbau. Damit setzt sich der Trend fort, dass Japan nicht nur einzelne Pilotprojekte anzieht, sondern auch größere Erweiterungen ausländischer Hersteller erwartet.