Xbox Chief Asha Sharma Launches Growth Reset Focused on Proven Brands

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Xbox-Chef Asha Sharma setzt auf einen Neustart für die Xbox-Sparte: Nach einem Einschnitt zu Beginn ihres Mandats mit massiven Stellenstreichungen und einer klar schlechten Lagebeschreibung soll das Geschäft wieder wachsen – vor allem durch mehr Spieler, mehr Umsatz und eine Strategie, die stärker auf Bekanntes und funktionierende Marken setzt.

Vom Reset zur Wachstumsagenda

Zu Beginn des Quartals leitete Sharma einen „Reset“ ein: Tausende Mitarbeitende mussten das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig wurde ein düsteres Bild zur wirtschaftlichen Lage der Xbox gezeichnet – die Sparte werde kaum profitabel gemacht und liege deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Die daraus gezogene Schlussfolgerung: Die Ausrichtung der vergangenen Jahre sei „auf ganzer Linie gescheitert“.

  1. Sharma startete im ersten Quartal mit einem großen Umstrukturierungsschritt und Entlassungen in „Tausender“-Größenordnung.
  2. Im Verlauf der folgenden Woche legte sie in einem Memo an Mitarbeitende neue Prioritäten für Xbox fest.
  3. Das Ziel: bis Ende des aktuellen Finanzjahres wieder Wachstum erreichen und die geplanten Maßnahmen in den beiden darauf folgenden Jahren umsetzen.

Sharmas vier Prioritäten: Plattform stärken, aber nicht nur Konsole

In dem Memo, das vorliegt, nennt Sharma vier Schwerpunkte für die Xbox-Sparte und formuliert konkrete Ziele. Ein zentraler Punkt ist die Stärkung der eigenen Plattform, die traditionell von der Konsole getragen wird. Microsoft hatte diese Richtung bereits angestoßen, unter anderem mit der Ankündigung, zumindest einige Spiele wieder exklusiver auf Xbox zu platzieren.

Gleichzeitig wird aber ein Grunddilemma benannt: Xbox ist nicht nur Hardware, sondern umfasst auch den PC, Streaming und den Game Pass – und damit ein Geschäftsmodell, das nicht vollständig an eine einzelne Plattform gebunden ist. Sharma benennt PC, Streaming und Windows dennoch als Wachstumsbereiche. In ihrer Formulierung sollen sie zur „Plattform für neue Spieler und Entwickler“ werden.

Mehr Creator-Plattform und mehr große Marken

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau von Minecraft zur größten „Creator-Plattform“ sowie auf dem Ausbau von Spielen zu weltweit populären Marken. Zudem soll es „Welten, die Spieler lieben“ geben.

Was das operativ bedeutet, ist im Umfeld des Studio-Umbaues bereits erkennbar: Spielerstarke Marken sollen stärker in den Mittelpunkt rücken. Für Obsidian wird dabei explizit der Fokus auf Fallout genannt. Sharma spricht von „langfristigen Plänen“ für die größten Marken – mit Vermarktung über Film, Fernsehen, Fanprodukte und Live-Events weltweit.

Der Kern der Strategie ist damit auf „Ausweiten, was funktioniert“ ausgerichtet: mehr von erfolgreichen Franchises und mehr Marken, bei denen es bereits ein bewährtes Konzept für Spiele und Produkte gibt.

Zahlen und Timing: Wachstum, danach Umsetzung, dann Nachhaltigkeit

Sharma legt außerdem einen Zeitplan fest: Bis zum Ende des aktuellen Finanzjahres soll Xbox wieder Wachstum erzielen. Die im Memo beschriebenen Pläne sollen in den beiden darauffolgenden Jahren umgesetzt werden, um dadurch mehr Umsatz zu generieren.

Für die längere Perspektive nennt Sharma Ziele bis zum Ende des Jahrzehnts: Spielerwachstum und Spielerengagement sollen „nachhaltig“ im zweistelligen Prozentbereich liegen, während die Marge branchenführend sein soll.