6th-Gen Mac mini Review: Mobile CPU, quiet design, limited upgrades from Apple

test-vor-jahren-apples-mac-45da

Apple hat mit der sechsten Generation seines kompakten Mac mini eine Mischung aus Mobil-CPU, flotten Aufrüstoptionen und kleinen, aber spürbaren Sparmaßnahmen geliefert. Wer maximale Leistung suchte, bekam nicht das volle Paket – dafür überzeugten Bauqualität, Design und vor allem der leise Betrieb in vielen Alltags-Szenarien.

Technik im Einstiegsmodell: Mobil-CPU statt Desktop-Power

Im Basis-Mac-mini-Modell kam Intels Core i5-2415M mit Sandy-Bridge-Architektur zum Einsatz. Der Prozessor arbeitet mit zwei Kernen und taktet je nach Last zwischen 2,3 und 2,9 GHz. Dazu lieferte Apple zwei Gigabyte DDR3-RAM sowie eine 500-GB-Festplatte.

Die Grafikübertragung übernahm die integrierte Intel HD 3000 (ohne eigenen Grafikspeicher). Dadurch teilte sich die iGPU den ohnehin knappen Arbeitsspeicher mit.

Warum die Festplatte bremst: 5.400 U/min statt Tempo

Beim Datenspeicher war nicht die Kapazität das Problem, sondern die Geschwindigkeit: Die verbaute 2,5-Zoll-Festplatte lief mit 5.400 U/min. Das wirkte sich spürbar auf die Gesamtperformance aus.

Optional ab Werk deutlich aufrüstbar

Apple bot bereits ab Werk mehrere Upgrades an. Möglich waren unter anderem:

  • Arbeitsspeicher bis zu acht Gigabyte
  • eine dedizierte AMD-Grafikkarte vom Typ Radeon HD 6630M
  • schnellere Prozessorvarianten
  • mehr Festplattenspeicher
  • zusätzliche oder (mehrere) SSDs

Anschlüsse: viel Auswahl, aber nicht modern genug

Beim Anschluss-Set konnte der Mac mini grundsätzlich punkten. Allerdings lagen die Probleme im Detail: Es gab zwar vier USB-Ports, diese arbeiteten jedoch nach USB 2.0 statt nach USB 3.0. Zusätzlich war ein Thunderbolt-Anschluss vorhanden, der 2011 laut Test nicht besonders nützlich wirkte.

Weitere Schnittstellen waren ein Gigabit-Ethernet-Port, HDMI sowie ein Audio-Ein- und -Ausgang.

Weitere Einschränkung: Alle Anschlüsse befanden sich hinten am Gerät. Dazu kam, dass Apple kein optisches Laufwerk verbaut hatte.

In der Praxis bedeutete das: Für einen Fernseher-/Wohnzimmeraufbau benötigte man in der Regel ein externes DVD-Laufwerk, andernfalls blieb der Mac mini in diesem Einsatzbereich unvollständig.

Design und Verarbeitung: kompakt, unauffällig, solide

Positiv fiel das kompakte Chassis auf. Der Mac mini steckt die komplette Hardware in einem quadratischen Gehäuse mit 19,7 cm Kantenlänge und nur 3,6 cm Höhe. Das minimalistische Design ließ sich damit problemlos auf dem Schreibtisch oder im Regal platzieren. Auch die Verarbeitungsqualität wurde als gewohnt hochwertig beschrieben.

Alltagstest: Heimkino und Büroarbeit treffen auf unterschiedliche Realität

1) Heimkino: leise und stromsparend, aber mit Hürden

Als Wohnzimmer-PC hätte der Mac mini eigentlich gut gepasst: Er war leise, unauffällig im Look, sparte Strom und die Leistung reichte grundsätzlich aus. Der fehlende optische Antrieb machte das Setup aber unpraktisch. Mit einem externen Laufwerk wirkte das Gesamtsystem weniger stimmig, konnte potenziell lauter werden und kostete zusätzlich.

Auch die Anschlussposition hinten erschwerte schnelle Aktionen wie das Anstecken von SD-Karten oder Kameras für den schnellen Import von Urlaubsbildern.

2) Bürorechner: stark bei Lautstärke und mit passenden Upgrades

Für typische Büroaufgaben wurde der Mac mini deutlich besser bewertet. Durch den niedrigen Geräuschpegel war er angenehm im Alltag. Mit einer Speichererweiterung sowie einer SSD im System ließ sich aus dem Gerät laut Test ein durchweg schneller Rechner machen.

Fazit: Gelungene Basis, aber Standard-Ausstattung bremst

Insgesamt ergab sich bei der sechsten Generation ein gemischtes Bild. Die Basisleistung galt als grundsätzlich gut, Design und Verarbeitung wurden als stimmig beschrieben. Gleichzeitig verhinderten die Standardkonfigurationen den vollen Genuss: Zu wenig Arbeitsspeicher, kein optisches Laufwerk sowie die langsamen USB 2.0-Anschlüsse.

Preislich kam zusätzlich Kritik auf: Der Mac mini startete ab 570 Euro. Für nur 100 bis 150 Euro mehr gab es bereits einen Apple iMac mit optischem Laufwerk, Bildschirm sowie schnellerer CPU und GPU.